Sonntag, 18. Januar 2009
Das war's
Neuer Blog:
http://milean.wordpress.com/.
See you there!
Freitag, 23. November 2007
Update
Hallo Ihr lieben, wahrscheinlich schaut ihr inzwischen schon gar nicht mehr auf diese Seite. Recht habt ihr! ;)
Kurzbericht der letzten Ereignisse:
1) Thomas hat mich in Nottingham besucht
- Ja, es war sehr schön.
- Die Zeit verging wie im Flug.
- Wir waren im Sherwood Forrest und haben die Major Oak gesehen und ich hab mich auf der Busfahrt dorthin über die kleinen rosa Babyschweinchen, an deren „Weiden“ wir vorbeigefahren sind, und die grüne Landschaft tot gefreut!
- Nottingham haben wir auch erkundet.
- Mir der Travelsociety haben wir eine Fahrt nach Stonehenge und Bath gemacht. Dazu hatten wir perfektes englisches Nieselregenwetter. Aber es war sehr beeindruckend und toll!
2) Ich war für 4 Tage in Konstanz
- Thomas hatte keine Ahnung. Ich habe ihn nachträglich zum Geburtstag überrascht.
- Die Überraschung ist gelungen, er hat sich sehr gefreut! (Und ich mich auch!)
- Leider musste Thomas viel Arbeiten. Ich habe die Zeit in diversen Kaffees verbracht- sorry an diejenigen, bei denen ich mich nicht gemeldet habe, die Zeit war einfach zu knapp.
- Wir waren in der neuen Therme in Konstanz- sehr entspannend
- Und sehr schön war auch, dass Mama und Rudolf kamen.
Das waren also die Ereignisse der letzten Wochen. Erwähnenswert ist wohl noch, dass ich die Ehre hatte, ein englisches Krankenhaus von innen zu sehen. Ich habe mir beim Zucchinisuppe kochen die Hand verbrüht. Ich habe den Mixer wohl zu voll gefüllt, und die kochendheiße Suppe ist beim Anschalten des Geräts über meine Hand (und die halbe Küche) gespritzt. Es tat ziemlich weh, von daher bin ich in die Ambulanz gegangen. Krati- meine Indische Mitbewohnerin- hat mich begleitet. Alles in allem war es nicht schlimm, meine Hand war nach 3 Tagen wieder in Ordnung und ich hatte Glücklicherweise keine Brandblasen. Dafür musste ich drei Tage kaum Geschirr Spülen ;) – Meine Mitbewohnerinnen sind einfach lieb!
So weit, so gut.
Bis bald
A.
Samstag, 20. Oktober 2007
Vorlesungen und Marias Geburtstag
Nachdem ich schon einige Beschwerden bekommen habe, dass ich meinen Blog vernachlässige, muss ich mich doch mal wieder daran machen. Heute ist auch ein idealer Tag dafür, denn ich warte sehnsüchtig auf den Abend. Da kommt Thomas nämlich hier in Nottingham an!
Die letzten zwei Wochen sind schon wieder an mir vorbei geflogen. Das Unileben ist doch relativ stressig. Ich versinke in Stapeln von Büchern, Artikeln und Essays, die ich alle lesen sollte und komme gar nicht hinterher. Aber ich denke das ist ganz normal. In Politik machen ich die „Anfängerseminare“. Das eine nennt sich „Political Ideas in Revolution“ dort beschäftigen wir uns mit verschiedenen Philosophen und deren Staatstheorien (Plato, Machiavelli, Hobbes und Locke). Auch das andere Seminar „Understanding Global Politics“ bringt mir wohl einiges für mein Allgemeinwissen. Doch ich merke schon, dass mir die Literatur viel eher liegt! Special Professor John McRae der „English Literature: History“ liest, ist zum Dahinschmelzen. Der macht das einfach genial und sein Seminar ist perfekt für Montag Morgen 9 Uhr. Damit fängt die Woche immer schön an. Auch „Canandian Cultural Studies“ ist wahnsinnig interessant. „Brecht’ Major Plays“ ist nicht so berauschend. Ich finde es ziemlich heftig, dass dieses deutsche Level zwei Seminar (für höhere Semester) komplett in Englisch gehalten wird. Dies ist zu meinem Vorteil, aber wohl auch zum Nachteil der englischen Studenten, die Deutsch lernen wollen. Letztendlich bin ich noch in einen Sprachkurs (von drei geplanten) gekommen. Grammar Review. Ich hatte erst zwei Stunden und kann von daher noch nicht so genau davon berichten.
In meiner WG ist alles bestens. Letzte Woche haben wir Marias 18. Geburtstag gefeiert. Eigentlich wollte sie an dem Abend für uns Kochen. (Seit ihrer Ankunft hat sie uns von dem Käsekuchen vorgeschwärmt, den sie Backen will). Doch leider war Maria krank. Also haben wir für sie eine Überraschungsparty organisiert und sie fest in dem Glauben gelassen, dass sie für den Abend Pizza bestellt. Zur Erinnerung: Maria war die aus Zypern, die hier Spanisch studiert und total in Lateinamerika vernarrt ist. Also haben wir ihr eine mexikanische/ spanische/ lateinamerikanische Geburtstagsfete organisiert. Zum Essen gab es Fahitas. Das sind Teigfladen die man mit Salsa, Hackfleischsauce, Gemüse, Avocadocreme und Käse füllt. Währen Maria also im Bad war und Navisha sie davon abhalten musste in die Küchen zu kommen, haben Gizem und ich in Windeseile in der Küchen gekocht währen Krati in ihrem Zimmer 20 Luftballons aufgepustet hat. Das war also alles recht spannen!
Nach der ersten Essensüberraschung hatten wir später noch einen Kuchen mit Kerzen und als Highlight einen spanischen Geburtstagsbrauch vorbereitet: Es gibt nämlich eine spanische Entsprechung zu unserem Topfschlagen. Und zwar bekommt das Geburtstagskind die Augen verbunden und muss mit einem Stock einen Pappesel - der den ganzen Bauch voller Süßigkeiten hat und von der Decke hängt- zerschlagen. Maria haben wir nur die Augen verbunden, ihr den Stock in die Hand gegeben und sie raten lassen, was sie damit machen muss. Nach einigen Tipps hat sie auf einmal begeistert angefangen mit dem Stock in der Luft herumzuwedeln, was unserer Küchenlampe beinahe das Leben gekostet hätte. Da Maria krank war, musste sie zwischendrin immer Pause machen, da ihr schwindelig wurde. Letztendlich ist der Esel jedoch zerfleddert „gefallen“. Marias erste Reaktion nachdem sie die Augenbinde abnahm war Mitleid für den armen Pappesel. „You were so BEAUTIFUL?“ waren die ersten Worte und sie hat den Esel aufgehoben und in dem Arm genommen. Ich glaube sie hat ihn geklebt und er ist jetzt in ihrem Zimmer!
Das waren also die Ereignisse der letzten zwei Wochen. Ich werde dann in einer Woche von Thomas und meinen Abenteuern berichten!
Liebe Grüße nach Deutschland
Eure Anna
Sonntag, 7. Oktober 2007
Das ging schnell!
Die letzte Woche ist nur so an mir vorbeigerauscht. Im Nachhinein frage ich mich, was mit der ganzen Zeit passiert ist und was ich in derselben getan habe. Ich musste noch mal einiges an meinem Stundenplan verändern. Das hat noch mal einiges an Zeit geschluckt. Und auch die Vorlesungen haben schon begonnen, so dass ich im Lesestoff fast ertrinke. Nächste Woche habe ich schon eine kurze Präsentation und im November muss ich schon die ersten Essays abgeben. Ich habe also einiges an Arbeit vor mir.
Letzten Montag hatte ich das erste Mal Gospelchor. Das war ganz lustig, da man keine Noten bekommt, sondern den Text von der Tafel abliest. Die Stücke waren recht kurz und simpel, so dass wir gleich in der ersten Stunde einige Erfolgserlebnisse hatten.
Mit meinen Mitbewohnerinnen war ich in der Stadt unterwegs. Wir haben das Nottingham Castle und die Robin Hood Statue besucht.
Mittwochs war ich bei einem Tandempartnertreff, wo wir Deutschmuttersprachler uns mit englischen Deutschstudenten getroffen haben. Das war ganz nett. Ich habe nur mal wider festgestellt, wie jung die Studenten hier alle sind. Die meisten sich schon mit 21 oder 22 mit dem Studium fertig.
Gestern war ich dann das erste Mal mit er Travel Society unterwegs. Es ging nach Cambridge. Wenige Tage vorher habe ich entdeckt, dass ein alter Schulkamerad - Philipp- von mir in Cambridge studiert. Also haben wir uns getroffen. Philipp war zwar auch erst am Anfang der Woche angekommen, doch kannte er sich schon ein bisschen aus und konnte mir die prachtvollen Colleges zeigen. Außerdem musste ich als sein Gast keine Eintrittsgelder bezahlen. Cambridge ist wirklich unglaublich. Man ist geradezu überflutet von den wunderschönen Bauwerken. Und es ist Wahnsinn wenn man sich vorstellt, dass in diesen "Denkmalen" ganz normales Universitätsleben stattfindet und dass die Studenten sich wohl mit der Zeit an die Außergewöhnlichkeit ihres Studienortes gewöhnen und es als "selbstverständlich" empfinden dort zu leben.
Gut, das war ein kleiner Überblick über die Highlights der letzten Woche. Ich habe es auch endlich geschafft mein Zimmer zu fotografieren und eine Fotohomepage anzulegen:
http://Anna.4mms.de
Man muss ein Passwort eingeben um die Bilder anschauen zu können. Dieses schicke ich per Email. Falls es also nicht ankommt, schreibt mir einfach kurz, dann schick ich es noch mal.
Das war’s für Heute.
A.
Sonntag, 30. September 2007
Die englische Mode
Wie ich schon erwähnte, in England kann man wenn man weggeht nie overdressed sein...
Heute dazu mehr:
Neulich saß ich mit zwei Deutschen an der Bushaltestelle und habe einen Trupp englischer Mädels "belauscht". Eine meinte, sie hätte sich diese tollen Schuhe kaufen müssen, da sie einfach nicht daran vorbei gehen konnte. Und dann hat sie diese Schuhe natürlich auch unter den Ohs und Ahs ihrer Begleiterinnen ausgepackt. Schwarze Highheels mit hauchdünnen 15cm- Absätzen! Eine meiner Begleiterinnen konnte ein Kichern nicht unterdrücken. Denn bevor die englischen Mädels an die Bushaltestelle kamen, hatten wir schon eine Diskussion über englische Frauen und deren Schuhe: Hier ist es schon ganz schön kalt. Aber das hindert die Frauen nicht daran, ihre Highheelsandalen zu Ultraminiröcken anzuziehen. Und von Strumpfhosen scheinen die meisten auch nicht viel zu halten. Ich habe schon die Theorie aufgestellt, dass es gar nicht so übel ist, wenn einem die Füße abfrieren, da man dann die Schmerzen die die Schuhe bringen, viel besser ertragen kann...
Strumpfhosen scheinen den Zweck zu haben, den kürzesten Rock zu legalisieren. Denn so lange man eine Strumpfhose darunter trägt, sieht man ja nichts! Eine Bekannte von mir hat aber auch schon von Anderem berichtet. Ihr erster Eindruck von England war sehr prägend. Im Zug saß ihr ein Mädchen im Minirock gegenüber, dass es wohl nicht für nötig hielt, Strumpfhosen oder Unterhosen zu tragen... Ich erspare Euch den Rest.
Ansonsten tragen viele Kleider. Manchen gehen in Kleidern weg, die ich- wenn- nur zu festlichen Anlässen tragen würde und nicht im Club, wo dir jede Minute einer sein Bier darüber leert. Auch diese ganz- kurzes- Kleid- mit- Gürtel- unter- der- Brust- und- schwarze- Leggin- Kombination ist sehr beliebt.
Der Rest der englischen Frau ist natürlich auch bis ins letzte Detail gestylt. Die müssen alle den halben Tag im Bad verbringen, bevor sie Ausgehen.
Das waren vorerst die ersten modischen Eindrücke und ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich davon im Laufe der Zeit noch einiges Berichten werde.
Freitag, 28. September 2007
The University of Nottingham- Ein Marathon bis zum Stundenplan
Hiermit nehme ich alle Anschuldigungen zurück, in denen ich behauptet habe, die Kursanmeldung an der Uni Konstanz wäre nervenaufreibend und unorganisiert...
Lest und staunt, welchen Spießrutenlauf man an der University of Nottingham durchstehen muss...
- Man bekommt ein gelbes Formular, in das man alle Kurse (Modulnummer und Name) für das nächste Jahr eintragen soll. Man wird extra darauf hingewiesen, vorsichtig damit umzugehen und nicht darauf herumzuschmieren, da es das einzige ist, was man bekommt.
- Dazu gibt es eine Liste mit Terminen, wo man sich die Module, die man ausgewählt hat, von einem Tutor des Fachbereichs abzeichnen lassen muss. (Warteschlangen von 1-2 Stunden vorprogrammiert).
- Eine Modulliste steht im Internet. Allerdings kann man dieser nicht entnehmen, wann und wo die Kurse stattfinden. Dafür muss man in einem wahnsinnig komplizierten Stundenplanverzeichnis verzweifelt nach den Zeiten suchen... Nach ca. einer halben Stunde, hat man jedoch raus wie es funktioniert.
- Man muss alles schon in das gelbe Formular eintragen, damit der Tutor nur noch seinen Otto daruntersetzten muss. Einer hat mich sogar wieder weggeschickt, da ich keine Module eintragen hatte. Andere waren im Ausgleich dazu jedoch sehr nett und haben meinen "verwirrten Zustand" verstanden.
- Wenn man diese Unterschrift hat, ist alles nicht mehr so tragisch. Man muss nur noch eventuelle Tutorien über das Internet buchen!
Ganze zwei Tage Rennerei waren das. Ich musste oft an Asterix und Obelix denken, wie sie in diesem Haus von einem Schalter zum anderen rennen müssen und habe mich den beiden sehr verbunden gefühlt... Aber es hat letztendlich alles geklappt und ich freue mich auf die Vorlesungen!
Donnerstag, 27. September 2007
St. Peter's Court
Nach zwei Tagen war das Orientation Programme zu Ende und wir wurden mit Bussen zu den einzelnen Wohnheimen gefahren. Das war alles ganz schön spannend und die Spannung wurde auch noch dadurch gesteigert, dass wir ewig auf diese "Shuttlebusse" warten mussten.
Letztendlich hat aber alles geklappt und ich bin recht zufrieden mit meinem Zimmer. Es ist größer als erwartet und ich habe mein eigenes kleines Bad- was wirklich Luxus ist. Die Küche teile ich mir mit 5 anderen Mädels. Das einzig seltsame an der Wohnung sind die ganzen Sicherheitsvorkehrungen. Das ganze Areal ist umzäunt und man kann die Eingangstür nur mit einem bestimmten Chip öffnen. Diesen Chip braucht man auch, um in die einzelnen Wohnblöcke zu gelangen. Dann ist da natürlich noch die Wohnungstüre und die eigene Zimmertüre, die man aufsperren muss. Mein Zimmer liegt im Erdgeschoss und das Fenster zeigt zur Straße. Darum habe ich innen ein Gitter, das ich abschließen kann. Auch die Fenster haben Schlösser in den Griffen.... Zusammen macht das also einen Schlüsselbund mit 4 Schlüsseln und einem Chip! Anfangs kam ich mir ein bisschen wie im Gefängnis vor, aber eigentlich habe ich mich rech schnell daran gewöhnt.
Meine Mitbewohnerinnen sind alle nett! Und unsere Wohnung ist multikulturell. Eine ist aus Indien, die Andere aus Zypern, die Dritte aus Holland (wobei man beachten muss, dass ihre Eltern aus der Türkei kommen), die vierte ist in London aufgewachsen- kommt aber ursprünglich aus Mauritius- und die letzte kommt aus Kasachstan.
Es ist Wahnsinn, Wie jung alle noch sind. Ich bin mit meinen 24 Jahren eine alte Schachtel. Zwei von den fünf sind noch 17! Ich finde es ganz schön mutig und hart, dass alle so früh von zu Hause weg müssen.
Wir hatten schon einige nette Abende in der gemeinsamen Küche und ich bin froh, dass alle so unkompliziert und "openminded" sind.