Donnerstag, 27. September 2007

St. Peter's Court

Nach zwei Tagen war das Orientation Programme zu Ende und wir wurden mit Bussen zu den einzelnen Wohnheimen gefahren. Das war alles ganz schön spannend und die Spannung wurde auch noch dadurch gesteigert, dass wir ewig auf diese "Shuttlebusse" warten mussten.
Letztendlich hat aber alles geklappt und ich bin recht zufrieden mit meinem Zimmer. Es ist größer als erwartet und ich habe mein eigenes kleines Bad- was wirklich Luxus ist. Die Küche teile ich mir mit 5 anderen Mädels. Das einzig seltsame an der Wohnung sind die ganzen Sicherheitsvorkehrungen. Das ganze Areal ist umzäunt und man kann die Eingangstür nur mit einem bestimmten Chip öffnen. Diesen Chip braucht man auch, um in die einzelnen Wohnblöcke zu gelangen. Dann ist da natürlich noch die Wohnungstüre und die eigene Zimmertüre, die man aufsperren muss. Mein Zimmer liegt im Erdgeschoss und das Fenster zeigt zur Straße. Darum habe ich innen ein Gitter, das ich abschließen kann. Auch die Fenster haben Schlösser in den Griffen.... Zusammen macht das also einen Schlüsselbund mit 4 Schlüsseln und einem Chip! Anfangs kam ich mir ein bisschen wie im Gefängnis vor, aber eigentlich habe ich mich rech schnell daran gewöhnt.

Meine Mitbewohnerinnen sind alle nett! Und unsere Wohnung ist multikulturell. Eine ist aus Indien, die Andere aus Zypern, die Dritte aus Holland (wobei man beachten muss, dass ihre Eltern aus der Türkei kommen), die vierte ist in London aufgewachsen- kommt aber ursprünglich aus Mauritius- und die letzte kommt aus Kasachstan.
Es ist Wahnsinn, Wie jung alle noch sind. Ich bin mit meinen 24 Jahren eine alte Schachtel. Zwei von den fünf sind noch 17! Ich finde es ganz schön mutig und hart, dass alle so früh von zu Hause weg müssen.
Wir hatten schon einige nette Abende in der gemeinsamen Küche und ich bin froh, dass alle so unkompliziert und "openminded" sind.

2 Kommentare:

Lena hat gesagt…

Hey Anna,
schön daß du dich gut eingelebt hast! Deine Beschreibungen erinnern mich ziemlich an meine Reise nach Weymouth vor zwei Jahren (von FN nach Stansted usw...). Ich hatte auf jeden Fall ne Menge Spass, an die Engländer musste ich mich zwar erst gewöhnen aber du hast ja auch viele andere Nationen um dich rum:-)
Ich bin auch gerade dabei mich einzuleben und alles neu zu erkunden, Darmstadt ist gar nicht so schlecht wies klingt und meine WG ist auch ganz nett. Ich bin mit meinen 25 auch die WG-Oma, der Rest ist so Anfang 20.
Ich wünsch dir noch eine gute Zeit, ich werd wohl ab und zu mal hier vorbeischauen was es neues gibt.
Viele liebe Grüße
Lena

aho hat gesagt…

Schön, von dir zu lesen, Anna! Und schön, dass es dir gefällt! Mit 17-Jährigen in der WG...das ist ja, als würde ich mit meinen Elftklässlerschülern zusammen wohnen ;-) - die müssen grad ohne mich auskommen, weil ich krank bin. Die Schule, eine Virenschleuder.

Einen guten Start an der Uni dir! Und zeig den Engländern, wie man feiert :-)

Liebe Grüße aus dem herbstlichen Konstanz, Anna